Bürgeraktion Freudenstadt

 

 

 

Protokoll der Monatssitzung

vom 20. Februar 2017

Ort: Café Kuckuck, Marktplatz 53

 Zeit: 20.00 Uhr - 22.00 Uhr

 Anwesend: G. Kerig – S. Blickle – G. Blickle  - R. Maurer – R. Lahme – L. Lahme -  B. Altendorf-Jehle – A. Lörcher – G. Lörcher - A. Ortmann – E. Gebele – W. Trefz – K. Breuer – E. Kiessling – M. Matt – S. Voegeli – S. Schmidt – G. Gnändinger – M. Franz – O. Dorka

 Entschuldigt: -

 

 1)  S. Voegeli begrüßt die Anwesenden und führt in die Tagesordnung ein.

 

- Treffen mit „Bündnis gegen Rechts“ am 20. März 2017 im Café Kuckuck

- Ein Besuch bei den Stadtwerken oder Einladung wird erwogen; dazu müssen Fragen erarbeitet werden

- Die Bürgeraktion wird sich weiterhin mit der Gartenschau 2025 beschäftigen

 

 2)  Die gemeinsame Monatssitzung mit dem „Bündnis gegen Rechts“ am 20. März wird gut geheißen.

             Fragen, die an die Stadtwerke gerichtet werden könnten:

 - Haben die Stadtwerke eine Strategie, „abtrünnige“ Kunden wieder zurück zu gewinnen? - Denn die Stadtwerke sind wichtig für eine dezentrale Energieversorgung und stellen ein Gegengewicht dar zu den großen Konzernen.

-  Wie können Verbraucher auf Stromüberschüsse reagieren, damit Netzkosten sinken?

 R. Maurer wird sich um die Realisierung eines Besuches kümmern.

 

3)  A. Lörcher referiert die bisher vorgebrachten Ideen aus dem Kreis der Bürgeraktion zur        Gartenschau (siehe Anlage).

 

            Weitere Vorschläge:

 

-  Halbhöhenwege sollen einbezogen werden

-  Wildrosenhecken

-  Furten durch den Bach

-  Schutzzonen einrichten für Tiere und Pflanzen

-  Kommunikation anstreben mit den Menschen im Christophstal und Friedrichstal; die  Vorstellungen der Bewohner müssen einbezogen werden

-  Zugang zum Gelände vom Langenwaldsee aus unter der Straßenbrücke hindurch

-  Durchgängigkeit des Forbachs herstellen für Wasser – Fische – Kleinlebewesen (muss entsprechend den Richtlinien ohnedies bis spätestens 2025 erledigt sein)

-  Förderturm-Aufzug muss für Fahrräder, Kinderwagen, Rollstühle geeignet sein

- Bewohner motivieren (evtl. über Wettbewerb), Bauerngärten anzulegen

- Foto- / Aussichtspunkte anlegen.

- Durchgängigkeit der Wege muss wiederhergestellt werden (siehe Bärenschlössle !!)

-  Eine Reduzierung der innerstädtischen Geschwindigkeit auf 30 km/h ist notwendig. Eine solche Reduzierung ist jederzeit möglich (siehe auch die umliegenden Orte !!) und darf nicht verwechselt werden mit einer 30 km-Zone

-  Weiterhin werden Besorgnisse geäußert, dass durch die Planungs-Zuständigkeit einer Spezial-Firma der Stadt und ihren Gremien eine Einflussnahme entzogen werden könnte (siehe dazu auch die Informationen von B. Altendorf-Jehle). Alle Vorlagen müssen vom Gemeinderat eingesehen und kontrolliert werden können. In diesem Zusammenhang wird auf den Mountainbike-Trail im Christophstal verwiesen.

 

4)  Die ehemalige Waldorfschule auf dem geplanten Hochschulcampus soll nicht zerstört werden. Dieses Anliegen soll öffentlich wirksam vorgebracht werden. Zusammen mit dem Denkmalverein könnte eine Menschenkette das Gebäude umgeben. S. Schmidt berichtet dazu, dass er mit Herrn Osswald in Kontakt steht. Er begrüßt den Vorschlag und will aktiv werden. Ein Termin für weitere Planung und Abstimmung soll noch vereinbart werden.

 

5)  Sonstiges

 

- M. Franz erwähnt das Gartenprojekt (Open Gardening), das inzwischen in Dornstetten angelaufen ist. Dazu hat die Aktionsgruppe von der Stadt ein Gelände zur Verfügung gestellt bekommen.

- R. Maurer weist auf einen Film im Subiaco-Kino hin: „The True Cost“ wird dort mit Unterstützung u. a. des Weltladens am 2. März gespielt.

- M. Franz weist auf eine BUND-Broschüre zur Suffizienz hin. - Der BUND wird am Pfingstmarkt in Alpirsbach teilnehmen.

- M. Matt will wissen, ob für die BA irgend ein Handlungsbedarf wegen des Umbaus des Promenadeplatzes besteht. Dies wird durch B. Altendorf-Jehle verneint.

- O. Dorka überreicht einen weiteren Beitrag für BA 40 (zur Motivation für andere !!). 

 

Nächste Monatssitzung: Montag, 20. März 2017, 20.00 Uhr im Café Kuckuck. Vertreterinnen des „Bündnisses gegen Rechts“ werden anwesend sein.

 

Für das Protokoll:

 

Freudenstadt, den 23. Februar 2017

 

(gez.) A. Lörcher

 

Anlage 1 zum Protokoll:

 

Ideen zu Kleinen Gartenschau 2015

- Auffrischen der Straßen in der 2. Reihe hinter dem Marktplatz

- wöchentliche (Wochenende) Veranstaltungen auf dem Marktplatz während der Laufzeit.

- Kurgarten mit einbeziehen!!!!! (Das Hotel steht ja dann schon) mit Bewirtschaftung der Terrasse!!

- Heilwege wieder aufleben lassen (blau, rot, gold) in dem Zuge auch wieder Bäume auf die Kugelwiese pflanzen!!!!

- die Ideen von Frau Gugliomo aufnehmen:

- Hecke an der Champagnerallee so versetzen, daß man als Fußgänger auf der Talseite hinter der Hecke läuft.

- Aussichtsglasraum an die Allee als Box mit "Infotainment"

 

Micha

 

- Gelände für internationale Gärten möglichst stadtnah festlegen. Sollte sehr früh passieren, damit die Gärten noch angelegt und bepflanzt werden können, denn frisch angelegte Gärten sehen immer etwas nackt aus.

- Die Hanglage positiv sehen, und z.B. Gartenbaubetrieben dort die Gelegenheit geben “Gärten in Hanglage” zu gestalten.

- Wasserlauf vom Marktplatz (Vorschlag von Olfert Dorka) zum Vorbach gestalten. Mit z.B. unterschiedlicher Bepflanzung, Ökonischen und Sitzgelegenheiten, so dass ein Ab- und Aufstieg zum Christophstal auch in Etappen möglich ist.

- Zum Förderturm und zu unserer Diskussion, die Menschen von Baiersbronn nach Freudenstadt zu leiten, kam mir noch folgender Gedanke: Vom Förderturm eine Art Seilbahn nach Baiersbronn, so dass die Menschen über dem Gartenschaugelände nach Baiersbronn schweben (aber nicht zurück, das müssen sie dann zu Fuß) können. Dies sollte nach Möglichkeit ohne zusätzlichen Energieaufwand erfolgen.

 Ruth

  

Verkehr

 - Das Gelände der zukünftigen Gartenschau befindet sich hauptsächlich im Christophstal zwischen Freudenstadt und Baiersbronn.

- Die Zugangsmöglichkeiten von Baiersbronn aus gestalten sich einfach. Das Gelände kann mit der Bahn von Karlsruhe aus leicht erreicht werden. Der Weg zur Gartenschau ist eben und steigt in Richtung Freudenstadt nur mäßig an.

- Für Freudenstadt dagegen zeigt sich die Situation viel schwieriger. Wer mit der Bahn anreist, kommt entweder am Haupt- oder am Stadtbahnhof an. Busse halten auf dem Marktplatz oder am Stadtbahnhof. Vom Kniebis her (Rheintal) kommen die Besucher mit Bussen oder mit dem PKW.

- In keinem dieser Fälle ist die Gartenschau ohne Schwierigkeiten zu erreichen. Der Hauptbahnhof ist weit entfernt und liegt tiefer als die Stadt. Vom Stadtbahnhof aus und vom Marktplatz aus ist der Höhenunterschied zum Tal nicht unbeträchtlich, augenblicklich unbequem, holperig und steil. Die Zugänge müssen also in jedem Fall hergerichtet werden, damit sie auch zukünftig (wenn die Gartenschau vorbei ist) in gutem Zustand zur Verfügung stehen.

 Wie also können Besucher der Gartenschau das Tal erreichen? Wie kommen sie zurück zum Ausgangspunkt?

 

Erste Idee

- Das Christophstal steht in einer langen Bergbautradition. Also läge es nahe, den Zugang über einen FÖRDERTURM zu ermöglichen. Der Turm könnte betreten werden über einen waagerechten Plankenweg; im Turm selber gäbe es neben einer Aussichtsplattform Aufzüge, die die Besucher abwärts und aufwärts befördern.

- Bei weiteren Zugängen (z. B. Haltepunkt Friedrichstal) kann man vielleicht an bergmännische Schrägaufzüge denken oder an solche, die originell gestaltet sind.

 

Zweite Idee

-  Die Beförderung durch das Tal und damit auch die Verbindung zwischen Freudenstadt und dem Bahnhof Baiersbronn kann durch eine GRUBENBAHN (Personenbahn) geschehen, die auch die einzelnen Themenbereiche anfährt.

 

Dritte Idee

- Über den Radweg zum Langenwaldsee kann leicht das Tal erreicht werden; der Rückweg ist auch für weniger Geübte machbar. Die Räder müssen allerdings im Tal deponiert werden können, wenn man keine Radfahrbereiche will.

 

Vierte Idee

- Wenn Fußgänger dadurch nicht behindert werden, kann das Tal auch für Scooter, Segway oder E-cart erschlossen werden. E-carts können vor allem für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen wichtig sein, damit diese auch Plätze erreichen, die von der Bahn nicht angefahren werden.

 

Fünfte Idee

- Besucher – egal ob mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder privat mit PKW oder Reisebus in Freudenstadt ankommend – müssen das Gartenschau-Gelände erreichen und auch wieder zurückkommen können.

- Dazu bieten sich Zubringer-Kleinbusse an, die jedoch über umweltfreundliche Antriebe verfügen müssen. Diese müssen in engem Takt den Zubringer- und Abholverkehr leisten und nach dem Ereignis als Stadtbusse Verwendung finden.

- Für Reisebusse müssen Warteflächen außerhalb des Stadtgebiets (z. B. am Langenwaldsee oder auf leeren Flächen des Sulzhaus) geschaffen werden.

- Innerhalb der Stadt, z. B. vom Stadtbahnhof aus, müssen Grün-Achsen entstehen, die die Besucher lenken und nach dem Ereignis Bestand haben.

 

Rußhütte

 - Im Christophstal existieren verschiedene Zeugnisse bzw. Rekonstruktionen historischer Industrie. Da ist im Friedrichstal der Stollenmund des Bergwerks, das Hammerwerk kann in Aktion betrachtet werden, es gibt Industriebauten aus verschiedenen Zeiträumen, der Ort der ehemaligen württembergischen Münzprägung kann deutlicher sichtbar gemacht werden – usw.

- Diese Fülle an historischen Zeugnissen muss ergänzt werden durch die Rußhütte, die jetzt noch an der Stuttgarter Straße ein jämmerliches und fragwürdiges Dasein fristet. Es ist geradezu ein Wunder, dass das Bauwerk nicht zufällig von einem Bagger durchfahren wurde beim Ausbau der Straße.

- Da die Rußhütte der Zufahrt zum Baiersbronner Tunnel ohnedies weichen muss, kann sie zur Erweiterung des „Industrieparks“ auf das Gelände der Gartenschau versetzt werden. Wie ein solches frühindustrielles Bauwerk didaktisch dargestellt werden kann, zeigt die zweite im Schwarzwald erhaltene Rußhütte in Enzklösterle.

 Wenn Freudenstadt schon im Besitz eines solchen herausragenden Denkmals ist, ist es auch Pflicht, endlich in einer Weise tätig zu werden, dass die Bedeutung und Funktion der Anlage erkennbar und nachvollziehbar wird. Vorschläge dazu existieren seit Jahrzehnten!

 al

 

Anlage 2 zum Protokoll:

Guten Morgen Zusammen,

gestern konnte ich Euch nicht sagen, mit wem FDS und Baiersbronn die kleine Gartenschau planen möchte.

Ich habe jetzt nachgeschaut, es ist „bw grün“ die Förderungsgesellschaft für baden-württembergische Landesgartenschauen.

Ihr könnt über diese Gesellschaft alles im Internet erfahren, die haben eine große Homepage.

 

Außerdem ist mir gestern nicht mehr eingefallen welche Gartenschau es war, die Stadtübergreifend war.

Es war die Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion. Sie hat 5 Städte miteinander verbunden.

 

Dann stand noch die Frage nach der Bürgerbeteiligung im Raum.

Ich habe nachgeschaut. Sie wurde für die Jahre 2016/17 zugesagt.

Das bedeutet für uns als Fraktion, dass wir in der nächsten Sitzung nach der Umsetzung dieses Vorhabens fragen werden.

 

 

Lieber Gruß

Bärbel

 

 

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