Protokoll der Monatssitzung

vom 10. November 2014

Ort: Friedenskirche

Zeit: 20.00 Uhr - 22.00 Uhr

Veranstalter: Frau + Herr Hoffmann; Mitglieder des Freundeskreises Asyl

Anwesend: S. Kohling - M. Franz - St. Seidler - G. Kehrig - B. Altendorf-Jehle -

K. Breuer - O. Dorka - B. Nübel - S. Blickle - G. Blickle - M. Matt - G. Lörcher -

A. Lörcher - A. Ortmann - R. Maurer - E. Kiessling - U. Hansen - R. Lahme - L. Lahme

- E. Gebele - D. Breyer - W. Trefz

1. Herr Hoffmann dankt für den Besuch der Bürgeraktion und stellt die anwesenden

Mitglieder des Freundeskreises vor. Freundeskreis und Bürgeraktion hätten ein

Gemeinsames: Wege zu finden, wo andere nur Sackgassen sehen.

2. R. Maurer dankt für die Einladung.

3. Von Seiten des Freundeskreises wird nun über die Arbeit in Aach berichtet: Im

Gebiet um Freudenstadt gebe es sechs Unterkünfte für Asylbewerber: Alpirsbach -

Hallwangen - Herzogsweiler - Freudenstadt - Aach - Betzweiler. Ohne Ehrenamt

gehe überhaupt nichts. Das Landratsamt sei in diesem Bereich völlig unterbesetzt,

niemand wisse Bescheid, niemand könne sich kümmern, die Mitarbeiter seien

völlig aus- und überlastet mit dem Ausstellen von Dokumenten und Verteilen von

Gutscheinen.

Für die Ehrenamtlichen seien Zuständigkeiten koordiniert worden: Ausgabe von

Kleidung - Besuch auf Ämtern - Arztbesuche - Sprach-Einführungskurse usw.

Außerdem würden Aktionen durchgeführt, in denen Asylbewerber eingebunden

seien (z. B. Teilnahme bei der Obsternte). Betreuung von Amts wegen sei

unmöglich.

4. Frau und Herr Hoffmann führen weiter aus: Der Freundeskreis Asyl existiere seit

März 2013. Die Gründung eines Vereins sei notwendig geworden, um Spenden

werben zu können.

Im Landkreis seien ca. 350 Flüchtlinge untergebracht. Die Sprachprobleme seien

sehr groß, da niemand aus dem Freundeskreis eine afrikanische oder arabische

Sprache beherrsche.

Die Zusammenarbeit mit der KVhS Freudenstadt sei gut. Ein kompletter

Sprachkurs (bis zum qualifizierten Abschluss) koste 2 500 Euro, hinzu kämen

Fahrtkosten und Materialien. Finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand

finde jedoch nicht statt, solange der Asylstatus der Menschen nicht geklärt sei;

auch nicht, wenn die Menschen nur "geduldet" seien. Hier müsse der

Freundeskreis unterstützend tätig werden.

Nach Deutschland kämen die Menschen, weil sie sich Arbeit erhofften, um die

Kosten ihrer Flucht bezahlen und ihre zurück gebliebene Familie unterstützen zu

können. Da sie jedoch nicht nicht arbeiten dürften und zunächst keinerlei

staatliche Hilfe erhalten würden, zerschlage sich diese Hoffnung sehr schnell; die

einzige Möglichkeit an Geld zu kommen sei Schwarzarbeit.

Diesen Ausführungen schlossen sich Informationen an über die Unterkunft in

Freudenstadt (Lauterbadstraße): In diesem Haus seien die räumlichen und

sanitären Verhältnisse "unvorstellbar." Nicht nachzuvollziehen sei daher, warum

die zum Abbruch vorgesehenen Häuser in der Daimlerstraße nicht als Unterkünfte

für Flüchtlinge eingerichtet werden könnten. Die Verhältnisse seien in jedem Fall

besser als am aktuellen Ort. Berufung auf Richtlinien ergebe keinen Sinn, da diese

auch im jetzt verwendeten Haus nicht eingehalten seien. Vorgeschlagen wurde

daher, dass bei der Begehung dieses Hauses durch den Kreistag am 4. Dezember

Maße aufgenommen und öffentlich gemacht werden sollen.

Verschiedene Ansichten wurden auch zum Problem "Birkenhof" geäußert. - Vgl.

dazu die Darstellung im SchwaBo vom 12. November 2014 "Fremde gegen Fremde

ausgespielt."

5. Namens der Bürgeraktion bedankt sich R. Maurer bei Frau und Herrn Hoffmann für

die freundliche Aufnahme und umfassende Information mit einem kleinen

Geschenk und dem Betrag einer kleinen Sammlung unter den Anwesenden.

6. Für die Mitgliederversammlung am 8. Dezember 2014, 20.00 Uhr, im Gasthaus

"Schwanen" werden die schriftlichen Einladungen verteilt. - An die übrigen

Mitglieder wurde inzwischen die schriftliche Einladung versandt; außerdem

erhielten alle die Einladung über den Email-Verteiler.

Für das Protokoll:

Freudenstadt, den16. November 2014

(gez.) A. Lörcher