Protokoll der Monatssitzung

vom

1. Oktober 2012

 

 

Ort: Kinderwerkstatt 'EigenSinn', Badstraße 47

 

Zeit: 20.00 Uhr - 22.00 Uhr

 

Anwesend: B. Altendorf-Jehle - R. Maurer - S. + G. Blickle - G. + A. Lörcher - W. Trefz - M. Matt - O. Dorka - E. Gebele - U. Hansen - A. Wörner - M. Franz

 

Entschuldigt: K. Breuer - St. Langrehr

 

 

1.      M. Franz begrüßt die Anwesenden und dankt Hans-Martin und Ulrike Haist (später) für die freundliche Aufnahme und die Bereitschaft, über ihre Arbeit und die Stiftung EigenSinn zu informieren.

 

2.      H.-M. Haist berichtet sodann, das wichtigste Projekt sei das Anti-Gewalt-Training für jugendliche Straftäter; es gehöre zum Extrembereich seiner Arbeit.

Die Stiftung betreue 14 Gruppen mit über 100 Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 17 Jahren. Davon seien 75 % Jungen (ohne Vater) und 25 % Mädchen. Unter den Jugendlichen und Kindern befänden sich sowohl Täter als auch Opfer, solche, die Gewalt gegen sich selber ausübten, Alkoholopfer (Sucht der Eltern, aber auch eigenes Komasaufen) und Täter / Opfer von Mobbing. Die Kinder und Jugendlichen würden aus 20 verschiedenen Herkunfts-ländern stammen.

Als therapeutischer Ort sei der Wald in besonderer Weise erfolgversprechend.

Die Stiftung beschäftige 10 fest angestellte Personen. Sie benötige ca. 32 000 Euro monatlich an Spenden.

 

            Wichtige Arbeitsgebiete seien Sprachförderung im Kindergarten und Angebote zur        Weiterbildung. Auch müsse bewusst werden, dass für die Arbeit im Kindergarten Männer        gebraucht würden. (Viele Kinder würden zum erstenmal in der siebten Klasse einen Mann      als Bezugsperson erleben.)

           

Die Stiftung arbeite auch mit Erfolg an Deeskalierungs-Programmen. Dazu gehöre sowohl der Mitternachtssport als auch das Nachtwanderer-Projekt. Nachtwanderer seien in der Lage, die Jugendlichen anzusprechen, Hilfe zu leisten und u. U. sogar Lebenswege zu beeinflussen. Die Nachtwanderer seien von den Jugendlichen inzwischen akzeptiert. Das Projekt sei mittlerweile nach dem Vorbild von FDS von weiteren Städten übernommen worden, darunter auch Horb.

 

            Auch Schulsozialarbeit werde geleistet (neuerdings von Altensteig angefordert). Zur      Fortbildung an Schulen und in Betrieben sei eine neue Abteilung gegründet worden: die             Akademie EigenSinn. Sie führe bei den Jugendlichen Sozialkompetenztrainig durch, biete aber auch entsprechendes Training für Ausbilder und Lehrer an, damit sie in der Lage sind,           mit kritischen Jugendlichen umzugehen.

 

            Eine zweite Gruppe sei neuerdings im Waldkindergarten eingerichtet worden, die bereits           voll belegt sei. Mit Unterstützung der Stadt Freudenstadt entstehe nun eine Schutzhütte auf            dem Gelände des Waldkindergartens.Es zeige sich immer wieder, dass der Wald ein Ort sei,           der seelische Stärke vermittele.

 

            Das Prinzip von H.-M. und U. Haist ist es, die Kinder und Jugendlichen zur       Selbstverantwortung zu erziehen.Der junge Mensch müsse  s e l b e r  seine Entscheidungen          zur Aktivität treffen und Eigen-Sinn entwickeln. Hans-Martin und Ulrike Haist wollen den        jungen Menschen einen sinnvollen Weg in ihr eigenes Leben zeigen.

 

3.      M. Franz erkundigt sich, ob es irgendwelche Wünsche von Seiten der Stiftung EigenSinn an die Fraktion der Bürgeraktion gebe und diese entsprechend aktiv werden könne. H.-M. Haist betont, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Freudenstadt in den Bereichen, in denen die Stadt zuständig sei, optimal laufe. Er wünsche sich freilich, dass das Thema 'Nachtwanderer' aktiv in die Stadt kommuniziert werde, damit noch mehr Termine abgedeckt werden können.

 

4.      O. Dorka informiert über den Stand des Zapfen-Projekts. Wolfram Leinß lasse ausrichten, dass er aus künstlerischen Kriterien seine Arbeit nicht freigeben könne. Er benötige einen neuen Stamm. Damit wird das Projekt voraussichtlich im Frühjahr zur Ausführung kommen.

 

5.      M. Franz weist noch einmal darauf hin, dass er als Stadtrat nicht mehr dem Vorstand der Bürgeraktion angehören kann. Damit müsse in der Mitgliederversammlung ein neuer Vor-stand gewählt werden. Er appelliert an die Anwesenden, sich hierfür zur Verfügung zu stellen bzw. Kandidaten zu gewinnen.

 

6.      Für die 'Mitmach-Aktion', für die im Frühjahr ein Informationsblatt herausgegeben worden ist, muss ein Konzept entwickelt werden. Dafür soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden. Das Projekt sollte umgesetzt werden  v o r  der GR-Wahl 2014.

 

7.      M. Matt erkundigt sich danach, ob im Stadtbahnhof in einem Leerstand eine Touristen-Information eingerichtet wird. Von den Stadträten kommt die Auskunft, dass es diesbe-züglich bereits Anträge im GR gebe, diese jedoch in nicht-öffentlicher Bearbeitung seien.

 

Nächste Monatssitzung:

Montag, 5. November 2012, um 20.00 Uhr im Gasthaus Bad, Christofstal

 

 

Für das Protokoll:

 

Freudenstadt, den 4. Oktober 2012

 

 

(gez.) A. Lörcher