Protokoll der Monatssitzung

vom 6. August 2012

 

Ort: Skihütte Kniebis

 

Zeit: 19.00 Uhr - 22.00 Uhr

 

Anwesend: Lahme - Lahme - Lörcher - Lörcher - Gebele - Maurer - Franz - Trefz - Riege - Rehberg - Ries - Dorka - Ortmann

 

Entschuldigt: K. Breuer

 

Vertreter des Ortschaftsrates und des Skivereins Kniebis - Herr Ortsvorsteher Klaissle

 

Vertreterin der Presse: Regina Schwenk (SWP)

 

 

Herr Ortvorsteher Klaissle schildert engagiert die Situation auf dem Kniebis. Er führt aus, dass der Erfolg der Nachtloipe und der Beschneiungsanlage zu erheblichen Verrkehrsproblemen geführt hätten.

Die Parkplätze seien für den Ansturm zu knapp geworden und die Autos würden im Alten Weg trotz Halteverbot willkürlich abgestellt. Notfälle könnten nicht versorgt werden, da für Kranken-wagen oder Feuerwehr kein Durchkommen mehr möglich sei. Ebenso sei im Winter das Schnee-räumen außerordentlich erschwert.

Daher bestehe der Wunsch, die Parkplätze bei der Skihütte zu erweitern. Entlang des Alten Wegs sei an einen Parkstreifen mit ca. 40 Stellplätzen gedacht, der auch von den Anwohnern befürwortet werde. Eine Einbahnregelung könne ebenfalls Erleichterung bringen. Weiterhin sei ein Leitsystem vorstellbar, das den Gast auf weitere Einstiegsmöglichkeiten in die Loipen hinweise.Eine Verschär-fung der Parksituation habe auch das Besucherzentrum gebracht, durch welches wesentlich mehr Gäste angezogen würden.

Herr Klaissle beklagt den mangelnden Willen von Seiten der städtischen Organe und des Straßen-bauamtes, für entsprechende Maßnahmen und Kontrollen auf dem Kniebis zu sorgen.

 

Nach Ansicht der Bürgeraktion sind Neuanlagen von Parkplätzen nicht zwingend notwendig. Ein Parkleitsystem könne den Verkehr entflechten und den Touristen Einstieg an den verschiedensten Stellen in das Sportangebot bieten. Ein kluges Management der zahlreich vorhandenen Plätze in der Nähe des Dorfes könne außerdem dieses selbst wieder mit Leben füllen und die Konzentration auf das Besucherzentrum abbauen.

 

Weiterhin seien die Möglichkeiten von KONUS noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Skianhänger an den Bussen im Winter sowie Radanhänger würden die Gäste vom eigenen Wagen unabhängig machen.

 

Eine weitere Lenkung könne durch kostenpflichtige und kostenfreie Parkplatzangebote erfolgen.

 

Damit etwas erreicht werden könne, müssten aber alle Fraktionen des Gemeinderates informiert und in die Situation eingebunden werden.

 

W. Trefz verweist darauf, dass die Anlage von weiteren Plätzen die ökologische und klimatische Situation verändere. Es sei daher eine  V e r h a l t e n s ä n d e r u n g  anzustreben. Nur ein Park-platz, der an 360 Tagen belegt sei, sei auch effizient. Werde er vorwiegend nur für Veranstaltungen an einer beschränkten Zahl von Tagen gebraucht, sei er nicht effizient. W. Trefz kündigt an, die Verkehrsprobleme mit dem Straßenbauamt zu besprechen. Dies betreffe

-        ein Leitsystem zum Management der bereits vorhandenen Parkplätze

-        eine temporäre Beschränkung auf 30 Stundenkilometer

-        die Einrichtung von Querungshilfen am Schwimmbad und beim Lift.

 

Herr Waidelich verweist darauf, dass die Plätze im Winter keineswegs nur an wenigen Tagen belegt seien, dass vielmehr an jedem Wochenende Chaos herrsche. Freilich sei ein Gesamtkonzept nötig, die angestrebten Maßnahmen würden jedoch für die Anlieger nichts bringen; für sie seien tatsächliche weitere Stellplätze notwendig.

 

E. Gebele und W. Trefz stellen sich im Zusammenhang mit einem möglichen Nationalpark ein zukunftsfähiges Nahverkehrssystem vor, das die Besucher vom eigenen Wagen unabhängig macht. Dazu aber - so Herr Klaissle - sei es erst einmal nötig, dass die Kreise und Gemeinden des Nord-schwarzwalds über ihre Grenzen hinausdenken und sich vernetzen müssten - wie es bereits im Südschwarzwald geschehen sei!

 

Weitere Probleme und Wünsche, die von Herrn Klaissle angesprochen wurden, beziehen sich

-        auf ein Bushäusle am Lamm (nur auf der anderen Straßenseite steht eines).

-        auf einen Stellplatz für Wohnmobile (Wasser- / Abwasser- / Stromanschluss). Ein solches Angebot bringe für den Kniebis kostenlose Werbung.

-        auf schnelles Internet; dabei wird kabelgebundene Lösung favorisiert.

 

W. Trefz dankt für das informative Gespräch und die wertvollen Anregungen und sagt zu, die Anliegen zu prüfen und zu diskutieren und in entsprechender Weise zu kommunizieren.

 

 

 

 

Für das Protokoll:

 

Freudenstadt, den 12. August 2012

 

 

(gez.) A. Lörcher