Protokoll der Monatssitzung

vom

2. April 2012

 

 

Ort: Pizzeria Da Nino, Lauterbadstraße 10

 

Zeit: 20.00 Uhr - 22.00 Uhr

 

Anwesend: G. Lörcher - L. Lahme - M. Wolf - B. Nübel - B. Altendorf-Jehle - H. Rehberg -  Y. Othman - M. Franz - O. Dorka - W. Trefz - E. Gebele - A. Lörcher - K. Breuer

 

Gäste: C. Tremmel - M. Hör - J. Ebert - E. Schöck - U. Braun - J. Haab

 

Entschuldigt: D. Breyer - U. Hansen - M. Matt - Chr. Saucke

 

Presse: M. Schwarz (SWP)

 

 

 

I

M. Franz begrüßt die Anwesenden, vor allem die zahlreich erschienenen Gäste, und nimmt Bezug auf das Vorhaben der Verwaltung, die „Grüne Seite“ Freudenstadts (Straßburger Straße) neu zu gestalten. Daher seien die Geschäftsleute von Promenadenplatz und Straßburger Straße eingeladen worden, damit ihre Vorstellungen und Äußerungen gesammelt und ausgewertet werden können.

 

II

Herr Hör trägt zunächst die Situation in der Straßburger Straße vor. Vor fünf Jahren sei die Str. Str. praktisch tot gewesen. Er habe daher eine lose Gruppe initiiert. Aus dieser Gruppe sei eine Broschüre entstanden, gedacht als Information für Gäste von auswärts. Diese Broschüre enthalte nicht nur Werbung für die einzelnen Fachgeschäfte und Gaststätten, sondern auch Touren- und Wandervorschläge und weise auf Sehenswürdigkeiten hin. Sie werde in privater Initiative weitergeführt (bereits 5. Auflage!) und auch von der Kurverwaltung nachgefragt.

 

Der Chef der Pizzeria Da Nino verwahrt sich nachdrücklich gegen die Behauptung einer CDU-Stadträtin, durch die die Geschäftslagen an Promenadenplatz und Str. Str. abqualifiziert würden. Er habe während 36 Jahren durch ständige Investitionen seinen Betrieb zum Erfolg gebracht. Aber die Stadt interessiere sich nur für das Zentrum und den Marktplatz. Er betont, alles, was hier geschaffen worden sei, beruhe auf Eigeninitiative und -leistung.

 

Herr Schöck könnte sich einen Magneten auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Rappen vorstellen. Er entwickelt Ideen von einem Glashaus mit Palmen als zweite Attraktion für die Stadt neben dem Marktplatz.

 

Herr Hör stellt dar, dass im Gegensatz zum alten Rappen-Pavillon, der von Herrn Schmidt und dem Denkmalverein gepflegt wird, das Gelände stadtauswärts verkomme, da Pflege fehle. Gäste würden etwa ihm gegenüber monieren, der Rosenweg sei zu wenig gepflegt. Insgesamt sei der Gesamteindruck der Str. Str. unbefriedigend.

 

Zum geplanten Kreisverkehr auf dem Promenadenplatz wurde verschiedenes geäußert:

-        Verkehr Stadt - Kniebis wird durchgängig, kein Ampelstau mehr

-        breitere Gehwege bringen vielleicht mehr Fußgänger und Kunden

-        als Hinführung zum Rosenweg könnten vor den Häusern Rosenstöcke gepflanzt werden

 

Weitere Vorschläge zur Belebung des Quartiers:

-        Kinzig- und Murgtal-Radwege müssen deutlicher gekennzeichnet werden

-        Veranstaltungen sollten aufgeteilt werden zwischen Marktplatz und Kurgarten

 

O. Dorka stellt sich eine 30-km-Zone vor, auf der Radfahrer gleichberechtigt sind. Damit werde auch der LKW-Verkehr verlangsamt und Nachtruhe geschaffen. Auf breiten Gehwegen könnten Skulpturen aufgestellt und so könne der Charakter der Straße deutlich aufgewertet werden.

 

E. Gebele berichtet, Anträge in dieser Richtung seien bisher stets gescheitert (Begründung: Bundesstraße). Daher sei es notwendig, dass Geschäftsinhaber gemeinsam bei allen Fraktionen ihre Anliegen vorbringen und breite Unterstützung finden.

 

Herr Hör weist auf ein Gespräch hin, das bereits mit Herrn OB Osswald vereinbart ist.

 

W. Trefz betont, geschäftliche und touristische Interessen müssen verknüpft werden. Wichtige Voraussetzung dafür ist Verkehrsberuhigung, damit Autofahrer das vorhandene Angebot überhaupt wahrnehmen können. Zudem müssten sie auf attraktive und leicht erreichbare Parkplätze geführt werden.

 

Freudenstadt braucht ein Gesamtkonzept wie etwa Nagold.

 

 

Als Idee für ein Modell zur Pflege des Quartiers werden folgende Schritte genannt:

-        Initiative, die von Geschäftsleuten ausgeht

-        Einbindung der Stadt

-        Teilhabe anderer Institutionen (z. B. Erlacher Höhe, Privatpersonen usw.)

 

A. Lörcher verweist in diesem Zusammenhang auf die Aktivitäten der Initiative „Kaufhaus Innenstadt Rottenburg“ (KIR), die verwahrloste Kleinflächen sammelt und engagierte Bürgerinnen und Bürger für deren Pflege motiviert.

 

Alle Ideen werden an Herrn Hör weitergegeben für das bevorstehende Gespräch mit OB Osswald.

 

Im Nachtrag entwickelt Herr Haab (Kurapotheke) einige Gedanken zur gegenwärtigen Situation in der Stadt. Er betont, er würde nie wieder in Freudenstadt investieren. Im Vergleich zu anderen Städten entsprechender Größe sei keine Attraktivität vorhanden. Im Zentrum verhindere der Denkmalschutz jede Entwicklung. Er fordert einen Einkaufsmarkt im Zentrum und bezweifelt die Berechtigung für ein technisches Rathaus in solch erstklassiger Lage. Er kann sich auch eine Bebauung des Kurparks vorstellen, die die Innenstadt deutlich aufwerten würde - in diesem Kurpark sei ja sowieso nichts los!

Die Ausführungen werden zur Kenntnis genommen.

 

III

Verschiedenes

 

Nächste Termine

24. April, 17.00 Uhr: Verabschiedung von Frau Saucke aus dem Gemeinderat und Einsetzung von Herrn Franz als ihrem Nachfolger

 

7. Mai, 20.00 Uhr: Monatssitzung (Ort und Termin werden noch bekannt gegeben).

 

Geschenk der BA für Frau Saucke

Die Anwesenden besprechen ein Geschenk für Frau Saucke anlässlich ihres Ausscheidens aus dem Gemeinderat.  A. Lörcher erklärt sich bereit, sich entsprechend zu informieren

 

Neues Faltblatt der BA

A. Lörcher stellt den Entwurf nochmals zur Diskussion. Er wird ohne Einwände gut geheißen. Für den Druck setzt sich O. Dorka mit  lokalen Druckereien wegen Angeboten in Verbindung. Je nach Preisgestaltung sollen 1000 Exemplare angefertigt werden.

 

 

 

Für das Protokoll:

 

Freudenstadt, den 22. April 2012

 

 

(gez.) A. Lörcher