Mitgliederversammlung vom 5. Dezember 2011

 

Jahresrückblick 2011

 

 

Ein abwechslungsreiches Jahr liegt hinter uns. Wir haben uns sehr unterschiedliche Aufgaben vor-genommen - und einiges erreicht.

 

Was eine war das Waldjahr, das andere unsere Satzung. Diese musste überarbeitet werden. Schon Ende 2010 hatten wir angefangen, Vorschläge zu sammeln und zu diskutieren.

 

Im Januar traf sich eine kleine Gruppe und erstellte eine vorläufige Fassung.

 

Diese wurde in unserer nächsten Monatssitzung im Februar dem Plenum vorgestellt und bespro-chen. Zur Verabschiedung der Neuen Satzung wurde für den 21. März eine Außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumt.

 

In dieser Februarsitzung im Gasthof Adler hatten wir außerdem noch Herrn Christian Fai von der Kinderwerkstatt Eigensinn zu Gast. Er informierte die Anwesenden über den geplanten Waldkin-dergarten, für den die Kinderwerkstatt die Trägerschaft übernehmen wollte, und bat um Unterstützung durch die BA-Stadträte. Diese wurde gerne zugesagt. Inzwischen ist das Projekt verwirklicht worden - Freudenstadt hat jetzt einen Waldkindergarten.

 

Olfert Dorka regte weiterhin an, dass die Bürgeraktion im Waldjahr 2011 bei ihrer Arbeit deutliche Akzente auf das Thema „Wald“ setzen solle.

 

In unserer Außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21. März im Gasthof Adler wurde die Neufassung unserer Satzung verabschiedet. Dank dafür an Christiane Saucke, Martin Franz und Albrecht Lörcher, die die Vorschläge gesammelt, abgestimmt und ausgearbeitet haben.

 

Im April organisierte Olfert Dorka für die Bürgeraktion einen Besuch im Naturschutzzentrum Ruhestein. Dr. Wolfgang Schlund und Charly Ebel stellten uns das Projekt eines Nationalparks Nordschwarzwald vor. Zu diesem Zeitpunkt war dies alles noch einigermaßen inoffiziell. Inzwischen ist alles öffentlich und wird heftig diskutiert. Auf welche Wand der Ablehnung in der Region der Nationalpark stoßen würde, konnten sich Herr Schlund und Herr Ebel damals wohl nicht vorstellen - wir übrigens auch nicht.

 

Nun ist es Mai, und für die BA beginnt die Phase der körperlichen Ertüchtigung. Unter der Führung von Olfert Dorka und Walter Trefz unternahm eine kleine Gruppe - auffallend viele konnten an diesem Abend plötzlich nicht!! - eine etwa dreistündige Wanderung, zum Teil quer durch den Wald, von der Deponie Bengelbruck nach Musbach. Olfert und Walter zeigten uns die charakteristischen Landschafts- und Vegetationsformen und deren Veränderung durch die Deponie. In Musbach angekommen sangen wir noch für Hans Rehberg ein Geburtstagsständchen.

 

 

Im Juni trafen wir uns am Parkplatz des Hotels Stokinger. Olfert hatte den Künstler Wolfram Leinß eingeladen, mit uns zusammen einen Ort für das „Waldsymbol“ zu finden, das er für uns anfertigen würde.

 

Wir liefen über den Plenterwaldpfad am 'Sibylle-Brunnen' vorbei bis zum Kienberg und diskutier-ten abschließend am Minigolfplatz mit Herrn Leinß den Standort. Herr Leinß konnte sich am ehesten den Platz am Brunnen oder eine Wiesenfläche auf dem Kienberg vorstellen.

 

Juli

„Liebe Freunde, diesmal gibt es keine Sitzung, keinen Spaziergang und auch keine Wanderung - nein, viel schlimmer, einen Arbeitseinsatz.“ - Mit diesen Worten auf einer Mail bestellte uns Olfert für den 4. Juli zum alten Festplatz am Palmenwald ein. Der 'Sibylle-Brunnen' liefert inzwischen gutes Trinkwasser, aber das Gelände drum herum musste eben auch noch schön gemacht und eine Sandsteintrockenmauer gebaut werden. Zum Glück war Bernd Wetzel mit seinem Bagger da und hat uns ein bisschen geholfen.

 

Am 24. September wurde der Platz mit einem kleinen Fest eingeweiht. Die Kinder spielten am Brunnen und die Großen ruhten sich gerne auf den beiden wunderschönen Liegebänken von Wolfram Leinß aus. Der ganze Platz ist sehr ansprechend geworden und findet allgemeine Beachtung. Auf dieses Projekt können wir wirklich stolz sein. Besonders freut uns, dass wir mit dem Brunnen an Sibylle Riege erinnern können.

 

Es ist Oktober - die Aktivitäten draußen sind vorbei, wir gehen wieder hinein - und zwar ins Bärenschlössle im Christophstal. Hier erwartete uns die Christophstalgruppe unter Leitung von Michael Kitzlinger und stellte sehr überzeugend und fundiert vor, wie das Tal verkommen wird, wenn die Stadt nichts unternimmt; vor allem der Verschattung müsse entgegengewirkt werden.. Schon seit Jahren setzt sich die Gruppe ein - von der BA unterstützt - und hat nichts erreichen können.

 

Inzwischen hat allerdings eine Sondersitzung des Gemeinderates im Christophstal stattgefunden und gewisse Zugeständnisse konnten durchgesetzt werden -- die Frage ist, ob diese ausreichen.

 

In unserer letzten Sitzung im November trafen wir uns im Umweltzentrum. Ein Gespräch mit Herrn Förster Jehle zum Thema „Waldpädagogik“ war geplant, aber Herr Jehle war leider verhindert. Wir unterhielten uns noch über den Standort für den 'Zapfen' (Waldsymbol) von Wolfram Leinß - wohl beim Brunnen und den Liegebänken - und über die erfreuliche Akzeptanz dieses Platzes.

 

Der Wald sollte dieses Jahr für die BA im Mittelpunkt stehen. Olfert hat uns dazu vielfältige Eindrücke zukommen lassen.

 

Gesine Lörcher

 

 

 

 

Protokoll der Mitgliederversammlung

vom 5. Dezember 2011

 

Ort: Gasthof Bad, Christophstal

Zeit: Montag, 5. Dezember 2011, 20.00 bis 22.30 Uhr

Teilnehmer: Chr. Saucke - O. Dorka - A. Lörcher - G. Lörcher - B. Nübel - W. Trefz - M. Franz - M. Matt - M. Scholz - F. Riege - P. Ries - D. Breyer - R. Maurer - H. Rehberg -  M. Wolf - K. Breuer - St. Langrehr - S. Schmidt (SÜDWEST PRESSE)

Entschuldigt:  E. Gebele - B. Altendorf-Jehle

 

 

TOP 1

 

Martin Franz begrüßt die Anwesenden und stellt fest, dass keine Anträge eingegangen sind.

 

 

TOP 2

 

Gesine Lörcher gibt den Jahresrückblick (Siehe Anlage). Besonderer Dank gilt Olfert Dorka, der mitteilt, dass er im Alleingang den Bauwagen für den Waldkindergarten restauriert und umgebaut hat (Vorgesehen für den Waldkindergarten war „Mithilfe“). Michaela Matt dankt namens des Elternbeirats des Waldkindergartens und will diesen Sachverhalt in geeigneter Weise kommunizieren.

            Martin Franz erklärt sich spontan zu einer Spende von 50 Euro bereit, die der Finanzierung  des Bauwagens dienen soll.

 

 

TOP 3

 

Barbara Nübel als Kassiererin trägt den Kassenbericht vor. Die Finanzen sind geordnet und die Bürgeraktion verfügt über einen erfreulichen Kontostand. Doris Breyer als Kassenprüferin erklärt die Kasse als in Ordnung. - Die Kassiererin wird einstimmig entlastet.

 

 

TOP 4

 

Doris Breyer beantragt die Entlastung des Vorstands. Diese erfolgt ohne Gegenstimmen bei 5 Enthaltungen. - Den Personen aus dem Gemeinderat und dem Vorstand wird mit kleinen Geschenken gedankt.

 

 

TOP 5 Verschiedenes

 

-        M. Franz stellt den Weihnachtsbrief der „Erlacher Höhe“ vor, den er per e-mail weiterleiten will.

-        Mehrfach wird darauf verwiesen, dass in persönlichen Gesprächen die Aktivierung des Brunnens und Gestaltung des Platzes von der Bevölkerung honoriert wird.

 

-        Die Schließung des Langenwaldsee-Bades wird thematisiert. Es stellt sich heraus, dass die BA ein neues Bad gerne wieder am alten Standort hätte, da sowohl das Platzangebot wie auch das 50-m-Becken an keinem anderen Ort geschaffen werden könnten.

 

-        W. Trefz teilt mit, dass im Jahr 2012 ein neues Freibad, wie es ein Mittelzentrum wie Freudenstadt haben müsse, diskutiert werde. Diese Diskussion solle „ergebnisoffen“ sein. Auch das JUGENDFORUM setze sich (bereits auch über Facebook) für den bisherigen Standpunkt ein (Hinweis von St. Langrehr).

 

-        Betreffs der Radwegeplanung handle die Verwaltung selbständig. Die Schulen sollen, um den Bedarf zu erheben, eingebunden werden.

 

-        M. Scholz stellt die Frage, wie die BA weiterbestehen könne und wie sie sich aufstellen wolle, damit sie wahrgenommen werde.

 

-        W. Trefz verweist auf die Gründung des Nationalparkvereins und fragt, wie sich die BA dazu stellen wolle. Wolle sie abwarten, bis das Regierungsgutachten erstellt sei oder wolle sie Partei ergreifen.

 

-        M. Wolf dankt für die Unterstützung der BA anlässlich der „Rock Oldies Night.“ Die Veranstaltung habe 2800 Euro erbracht, die der Hartranft-Grundschule für ihr Projekt „Rhythmus und Bewegung“ gestiftet werden.

 

-        S. Schmidt regt dazu an, dass die Stadt dazu motiviert werden solle, dass langfristig Museumsräume für Ausstellungen geschaffen werden und dass in Freudenstadt das Bewusstsein für das architektonische und künstlerische Erbe gestärkt wird.

 

 

TOP 6

 

Für das Jahr 2012 werden folgende Hauptthemen definiert:

 

-        Langenwaldsee-Bad

-        Zukunft der Bürgeraktion Freudenstadt

-        Position der Bürgeraktion Freudenstadt zum Nationalpark Nordschwarzwald.

 

Diese Themen sollen so bald wie möglich - eventuell bereits im Januar 2012 - angegangen werden.

 

 

 

Zur nächsten Monatssitzung wird rechtzeitig unter Bekanntgabe von Ort und Zeit eingeladen.

 

 

 

Freudenstadt, den 9. Dezember 2011

 

gez. A. Lörcher