Protokoll der Monatssitzung vom 3. Mai 2010

Gedächtnisprotokoll

 

Ort: Treffpunkt Stadtkirche mit Gesprächsspaziergang über den unteren Marktplatz bis in den Gasthaus Adler.

Zeit: 19:30 Uhr bis ca. 22.00 Uhr

 

1:  Gesprächsspaziergang

 

Die Visionen von Claus Burkhardt zur Umgestaltung des Gasthauses Ochsen in Freudenstadt erläuterte Walter Trefz. Burkhardt will das Gebäude abreißen und mit dem dahinter liegenden Gebäude durch einen überdachten Glasgang miteinander verbinden. Das vordere Gebäude will der Architekt wieder genau so aufbauen wie zuvor. Grund dieser Maßnahme: Man möchte einen ebenen Eingang schaffen und  dadurch eine große barrierefreie Verkaufsfläche für ein größeres Bekleidungsgeschäft schaffen. Als Beispiel wurde H& M genannt.

 

In der Diskussion wurde deutlich, dass es abzuwägen gilt: Denkmalschutz gegen Belebung des Marktplatzes. Die Bürgeraktion macht sich stark für den Denkmalschutz. Auf der anderen Seite will die Bürgeraktion den Marktplatz und seine Randstraßen stärken, wehrt sich gegen das Ausweichen auf die grüne Wiese. Aus diesem Grund spricht für die Bürgeraktion auch einiges dafür, die kleinen Geschäftseinheiten am Marktplatz durch das Zusammenlegen und Zusammenbauen dem heutigen Einkaufsverhalten der Bürger anzupassen.

 

Die Problematik bei den Plänen von Burkhardt: Beim Abriss des Gebäudes und originalgetreuen Aufbau der Hausfront: ist das dann noch Denkmalschutz? In wie weit schadet der Glasübergang zum hinteren Gebäude dem Gesamtbild Marktplatz, Blick zur Stadtkirche? Ist es relevant, wenn die Feuerwehr und Müllabfuhr nicht mehr unter diesem Glasübergang durchfahren kann? Oder reicht es, wenn sie rechts und links an die Häuser gelangt?

 

 

2. Gasthaus Adler:

 

Das Ergebnis des erstmals in Freudenstadt durchgeführten Jugendforums stand im Mittelpunkt der Monatsversammlung. Die Stadträte berichteten über die Wünsche und Vorstellungen der Jugendlichen aus Freudenstadt.

 

Kulturelle Angebote:

Die Jugendlichen wollen einen Ort, an dem sie sich treffen können, zum Tanzen und Musik machen. Dort sollen auch Kurse angeboten werden. Das ganze soll nicht viel kosten, um es so erschwinglich für alle zu machen. Die Jugendliche denken dabei an das blaue Haus im Christophstal mit offenen Samstagen, an denen jeder kommen kann zum Singen, Musizieren und Schauspielern. Gewünscht sind Fördergelder von der Stadt.

 

 

Kino:

Die Jugendlichen kritisieren, dass die Filme viel zu spät nach Freudenstadt kommen oder nie. Das Kino sei auch veraltetet und zu klein. Sie wollen ein großes Kino, ähnlich wie Cinemar. Vorgeschlagen wurde auch eine Kinowoche im Kurhaus zu Themen die Jugendliche interessieren. Das ganze natürlich dem Geldbeutel von Jugendlichen angepasst.

 

Skaterpark:

Die Skateranlage am Landratsamt wird als problematisch angesehen. Jugendliche wollen eine neue Örtlichkeit z.B. Industriegebiet, Kienberg, Hüttenteich, Sulzhau mit überdachter Sitzmöglichkeit. Dazu neue Geräte, abends beleuchtet, vielleicht eingezäunt.

 

Bärbel Altendorf-Jehle berichtete in diesem Zusammenhang, dass solch eine Skateranlage auch etwas für den von der BA-Fraktion im Haushalt eingebrachten generationenübergreifenden Spiel- oder Fitnesspark wäre. Sie verweist auf eine tolle Anlage in Tuttlingen, in der Skateranlage, Spielplatz, Ruhewiese und Minigolf alt und jung in einem Park zusammenführt und diese sich bestens ergänzen.

 

Stadtbahnhof:

Jugendliche haben ein ungutes Gefühl. Sie schlagen vor die Sitzplätze zu verlegen, so dass die Szene sich wo anders, etwas abseits des Bahnhofes aufhält.

 

Lebensräume:

Für das Rappengelände schlagen die Jugendlichen eine parkähnliche Möglichkeit für einen Treffpunkt mit Hütte und Heizpilz vor.

 

Jugendzentrum hat keinen so guten Ruf, deswegen gehen viele erst gar nicht dort hin

 

Jugendliche hätte gerne eine Hütte mit Wiese zum Geburtstage feiern und Grillpartys zu veranstalten.

 

Neue Märkte:

Die Jugendliche hätte gerne:

Subway  (Fast food gesund)

Burger King

Mediamarkt oder Saturn

Starbucks (Café)

 

 

ÖPNV:

Besserer Takt gewünscht, am liebsten alle 30 Minuten, wenigstens alle Stunde. Die Jugendlichen wollen eine Meinungsumfrage starten. Wo kann man Busse einsparen, kleinere Busse einsetzen, größere Wege fahren und mehr einsammeln. Keine Parallelen: Bus und Bahn.

 

 

Öffentliche Sportanlagen:

Die Jugendlichen kritisieren, dass die Anlagen nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind und fordern mehr Bolzplätze, die auch ordentlich sind. Basketballkörbe seien meistens defekt.

 

Veranstaltungen:

Mehr Veranstaltungen für Jugendliche: Konzerte und Festivals, Theater und Konzerte

Festplätze: Friedrichsturm, Marktplatz und Langenwaldsee.

 

Festplatz:

Die Jugendlichen hätten gerne einen Festplatz als Treffpunkt für alle. Für Festivals, Schulfeten, Abifest, Zirkus- und Kulturveranstaltungen. Als Vorschlag kam Sulzhau.

Das ganze soll ausgestattet sein mit sanitären Anlagen und einer Bushaltestelle, Parkplatz, Beschilderung, feste Regeln für Festplatznutzer. Es soll kein Brennpunkt werden.

Jugendliche wollen mit einem Benefizkonzert zur Finanzierung beitragen, wollen diese Plätze auch selbst putzen.

 

Langenwaldsee:

Soll erhalten bleiben. Auch ein Benefizkonzert oder Sportevent, um Geld dafür zu sammeln.

Kiosk ist für die Jugendlichen zu teuer. Sie wollen auch mehr Auswahl.

Die Jugendliche schlagen vor, den Eintritt um 50 Cent  oder ein Euro zu erhöhen

 

DSL:

Jugendlichen kritisieren hier die Defizite vor allem in den Teilorten

 

 

 

Für das Protokoll:

 

Freudenstadt, 5. Dezember 2010

gez. Bärbel Altendorf-Jehle