Protokolle der Sitzungen vom

10. September  2007 in Musbach

und vom

1. Oktober 2007 im Gasthaus „Bad“ / Christophstal

 

 

Am 10. September 2007, 18.00 Uhr, traf sich die Bürgeraktion Freudenstadt auf dem Haldenhof von Sandra und Hans-Jörg Finkbeiner in Musbach.

 

Nach der Begrüßung der Anwesenden (R. + L. Lahme; H. Rehberg; W. Trefz; B. Altendorf-Jehle; A. Lörcher; Chr. Saucke; U. Hansen; B. Nübel; A. Breyer) durch Gesine Lörcher und Dank an Familie Finkbeiner für ihre Bereitschaft, die Bürgeraktion Freudenstadt mit ihren aktuellen technischen Neuerungen bekannt zu machen, erklärte Hans-Jörg Finkbeiner seine Biogas-Anlage, die im Anschluss besichtigt wurde.

 

Der Hof bewirtschaftet ca. 120 Hektar Fläche (Wald + Landwirtschaft), mit überwiegend Dauergrünland, das nicht in Ackerland verwandelt werden darf. Der Hof betrieb bisher Rinderwirtschaft (ca. 40 – 50 Milchkühe mit Nachwuchs). Eine Erweiterung war nicht möglich, da nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben.

 

2004 / 05 wurde auf Erzeugung von Biogas umgestellt. Biogasanlagen laufen an anderen Standorten vorwiegend mit Mais. Das ist in Musbach nicht möglich. So musste eine Anlage geschaffen werden, die mit Klee und Gras betrieben werden kann. Düngung der Böden wird mit Substrat (fällt bei der Verarbeitung der Pflanzen an) vorgenommen.

 

Der Strom, der über die Gasturbine erzeugt wird, ist also wirklicher BIO-STROM. Ca. 96 % der erzeugten Energie wird in das Netz eingespeist (verkauft), die restlichen 4 % sind Eigenbedarf.

 

(Vgl. dazu auch den Artikel „Energie aus Rasenschnitt“ von Bärbel Altendorf-Jehle in SWP vom 19. September 2007)

 

Im Anschluss traf sich die Bürgeraktion im „Schinkenstüble“ mit dem Ortsvorsteher von Musbach, Herrn Züfle. Besprochen wurde der Bitumen-Unfall, bei dem der Stöckerbach massiv belastet wurde. Bemängelt wurde insbesondere das Katastrophen-Management. Weder sei auf Bengelbruck Vorsorge getroffen, dass Oberflächenwasser sachgerecht aufgefangen und gereinigt werde, noch seien rechtzeitig Maßnahmen eingeleitet worden, um das Bitumen zu binden. So sei alles in Bach geflossen. Glücklicherweise seien die Schäden nicht bleibend.

 

 

 

 

 

Tagesordnung der Sitzung vom 1. Oktober 2007 im Gasthof Bad / Christophstal

 

       WC-Anlagen in Freudenstadt

       OB-Wahl

       Streetworker am Stadtbahnhof

       „Senioren-Spielplatz“

       Hotel-Resort Lauterbad

       Rappen

       Aktion „Gegen Rechts“

       Klausurtagung

       Brunnen

       Termine

 

       Ausgehend von einem Beitrag im SchwaBo vom 29. September 2007 („Eine einzige Katastrophe“ - Öffentliche Toiletten erhalten von Bürgern schlechte Noten) von Wolfram Lotz und einem Kommentar (So manchem stinkt's) von Simone Link diskutiert die BA die Problematik öffentlicher Toiletten. U. Hansen verweist auf Biberach, wo Toiletten von Gaststätten dem Publikum zur Verfügung stehen und sogar durch einen Flyer bekannt sind. Es ist schlichtweg unzumutbar, dass etwa auf dem Hauptbahnhof keine Toiletten vorhanden sind, bzw. nur über die Buchhandlung zugänglich sind – dies ist aber nicht ausgewiesen.

 

       Völlig überraschend wurde der Verzicht von OB Reichert für eine dritte Kandidatur von der Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen. (Vgl. SWP vom 27. September 2007)

 

       Die Stadt denkt daran, eventuell im nächsten Jahr am Stadtbahnhof einen Streetworker einzusetzen. Es gibt Fördergelder dafür, aber der Rest muss finanziert werden.

 

       Die Umfrage der Stadt zum „Seniorenspielplatz“ sei abgeschlossen, das Ergebnis allerdings noch nicht bekannt gegeben. W. Trefz fordert, diesen Fitness-Platz im Zusammenhang mit dem Skulpturen-Pfad, der auf dem Kienberg angelegt werden soll (zuständig: Herr Drenk), zu sehen, damit die Akzeptanz beider Einrichtungen steige. W. Trefz sieht die Gefahr, dass die Stadt Freudenstadt, wie schon beim Naturbad-Projekt, auch hier wieder Fördergelder 'versiebt'.

 

       Im Lauterbad laufen die Planungen für die zukünftige Hotel-Anlage (Vgl. dazu auch SWP vom 29. September 2007). Die Freizeiteinrichtungen dort sollen angeblich auch für die Öffentlichkeit zugänglich werden, aber gegen Eintritt. Charles Fessel habe es – so Walter Trefz – nicht geschafft, die Hoteliers von Lauterbad einzubinden. Auch der Kostenrahmen sei noch keinesfalls definiert.

 

       Nach Aussage von Bürgermeister Link sei auf dem Rappen-Areal ein seriöser Investor zu- gange (Vgl. dazu auch SWP vom 19. September 2007 „Pläne für 'Rappen-Arkaden'“ und SWP vom 25. Oktober 2007 „Mit 'Preis des Machbaren' zufrieden). Der Rappen-Pavillon bleibe erhalten, nicht geklärt allerdings seien Parkierung, sowie Zu- und Abfahrten. Ladengeschäfte für West- und Südstadt an diesem Ort seien notwendig, für Arztpraxen, die in der Anlage ebenfalls vorgesehen seien, ergebe sich nur eine Verlagerung.

 

       Bei Aktionen „Gegen Rechts“ macht die Bürgeraktion mit, sie beteiligt sich aber nicht an der Organisation von Aktionen.

 

       Die Klausurtagung soll stattfinden am Samstag, 12. Januar 2008 / Ausweichtermin Samstag, 19. Januar 2008.

 

       Der freigelegte (Sibylle-) Brunnen hat noch kein Wasser. Olfert Dorka und Martin Franz verfolgen weiterhin den Anschluss an die Wasserleitung Kosten für Bagger usw.).

 

       Die Musik- und Kunstschule (MuK) erhält 200 EURO Zuwendung.

[ ... ]

       Die Offizielle Mitgliederversammlung ist terminiert für den 3. Dezember 2007. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

 

 

 

 

                                                                   Für das Protokoll:

                                                                  Freudenstadt, den 4. November 2007


                                                                 (Albrecht Lörcher)